AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen

Die AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Andreas Meisel hat zum Ziel die Entstehung und Entwicklung des Schlaganfalls zu erforschen und neue Therapiekonzepte zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf der Untersuchung immunologischer Mechanismen, die zu Infektionen nach einem Schlaganfall führen und deren Bedeutung für das Nervensystem.
Grundlagenwissenschaftliche Projekte zum Thema Schlaganfall werden am Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) durchgeführt. Basierend auf den grundlagenwissenschaftlichen Ergebnissen führt die AG klinische Studien zur Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren in der Schlaganfallbehandlung durch, mit dem Ziel die Prognose von Schlaganfallpatienten zu verbessern.
Die Verbesserung der Versorgung von Schlaganfallpatienten durch neue Versorgungsstrukturen und Versorgungsforschung ist das Hauptziel der Berliner Schlaganfall-Allianz, einem Netzwerk der Berliner Schlaganfallversorger.
 
Schwerpunkte

Schlaganfall: In klinischen Studien überprüfen wir die Erkenntnisse aus unseren experimentellen Arbeiten zu Infektionen nach Schlaganfall, zur Immunmodulation und zur Verstärkung körpereigener (endogener) Schutzmechanismen. Darüber hinaus versuchen wir prädiktive Biomarker (Stress-, Immun- und Inflammationsmarker) und Scores für die Vorhersage Schlaganfall-assoziierter Infektionen sowie die Langzeitprognose nach Schlaganfall zu entwickeln. Unser Ziel ist es Biomarker gestützte, antiinfektive bzw. immunmodulatorische Therapien zur Behandlung der Schlaganfall-assoziierten Pneumonie zu finden und letztendlich dem Patienten zur Verfügung zu stellen.

Myasthenia gravis (MG) und Chronisch Inflammatorische Demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP): In klinischen Studien untersuchen wir neben dem Langzeitverlauf auch mögliche Biomarker für eine bessere Vorhersage von Verlauf und Therapieansprechen. So können beispielsweise Antigen-spezifische Immunantworten von T-Lymphozyten das Therapieansprechen auf intravenöse Immunglobuline von CIDP-Patienten vorhersagen. Basierend auf unseren experimentellen Arbeiten untersuchen wir die Rolle von Plasmazellen bei der Myasthenia gravis. Darauf aufbauend führen wir in beiden Krankheitsbilder innovative Therapiestudien durch.

Interdisziplinäres Myasthenie-Zentrum der Charité

Spezialambulanz für immunvermittelte Neuropathien an der Charité

AG Leitung

Prof. Dr. med. Andreas Meisel
Andreas Meisel ist Professor für Neurologie am NeuroCure Clinical Research Center (NCRC) und am Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CBS) an der Charité. Er studierte Medizin in Berlin und war EMBO Stipendiat am Biozentrum in Basel (Schweiz). Andreas Meisel ist seit 1995 an der Charité tätig und seit 2003 Facharzt für Neurologie. Er ist Oberarzt der Neurologischen Intensivstation mit Stroke Unit der Klinik für Neurologie am Campus Mitte und Leiter der Myasthenie-Ambulanz. Seine Forschungsschwerpunkte sind systemische Immunveränderungen nach Schlaganfall und körpereigene (endogene) Schutzmechanismen des Nervensystems. Seit 2008 leitet er im NeuroCure Clinical Research Center die Arbeitsgruppe Zerebrovaskuläre Erkrankungen.  

Kooperationen