DISC-Studie: Intraoperative Stimulation der menschlichen Großhirnrinde zur Untersuchung kognitiver Funktionen

In der DISC-Studie sollen funktionstüchtige Hirnareale untersucht werden, die bisher wenig verstanden sind.

Hierzu werden bei Patienten:innen funktionelle Testungen während einer sog. Wachkraniotomie durchgeführt. Dies ist eine neurochirurgische Operation, die teilweise bei vollem Bewusstsein (Wachphasen) erlebt wird. Den Studienteilnehmern*innen werden z.B. bei Operationen in der Nähe des Sprachzentrums Fragen gestellt, die sie beantworten sollen oder es werden ihnen Abbildungen gezeigt, die sie benennen sollen. Je nach Operationsgebiet kann der/die Studienteilnehmer*in auch gebeten werden, ein Körperteil zu bewegen oder eine Gefühlsempfindung zu äußern.

Diese Tests helfen herauszufinden, inwieweit Gewebe des Gehirns entfernt werden kann, ohne dass Ausfallerscheinungen ausgelöst werden, wie z.B. Verlust von Sprache oder Bewegungseinschränkungen. Wichtige funktionstüchtige Hirnareale können folglich genauer vom zu entfernenden Gewebe abgegrenzt werden, wodurch exakteres Entfernen von erkranktem Gewebe möglich ist.

Studienleitung: Dr. med. Katharina Faust, Prof. Dr. med. Peter Vajkoczy, Prof. Dr. John-Dylan Haynes, Prof. Dr. Michael Brecht

Kontakt:
Dr. med. Katharina Faust
Charité – Universitätsmedizin Berlin
E-Mail: katharina.faust@charite.de