VIMS- Studie: Verlaufsuntersuchung visueller Parameter bei Patienten mit Multipler Sklerose versus gesunden Probanden zur Erstellung einer Datenbank (neuroophthalmologisches Register)

Bei der Multiplen Sklerose kann es zu charakteristischen Veränderungen an der Netzhaut des Auges kommen. Mit der sogenannten optischen Kohärenztomographie (OCT) - einer schon seit mehreren Jahren etablierten Untersuchungstechnik zur Diagnostik von Augenerkrankungen -  lässt sich der Aufbau der Netzhaut sehr einfach vermessen. Vor diesem Hintergrund möchten wir im Rahmen dieser Beobachtungsstudie prüfen, ob mittels OCT ein Untergang von Nervenzellen und –fasern nachgewiesen werden kann und ob sich über den Verlauf mehrerer Jahre messbare Veränderungen beobachten lassen, welche die Krankheitsaktivität, Krankheitsverlauf und die Erkrankungsschwere bei Patient:innen mit MS widerspiegeln. Zur Beantwortung dieser Fragen werden die messbaren Veränderungen der Netzhaut erfasst und mit dem Ausmaß körperlicher Behinderungen, kognitiver Einschränkungen, Veränderungen im MRT, der Lebensqualität und der Konzentration bestimmter Stoffe im Blut verglichen. Für den/die Studienteilnehmer:in ergibt sich daraus der Vorteil einer regelmäßigen klinischen Untersuchungen und die Möglichkeit der Verlaufskontrolle. Teilnehmen können an Multipler Sklerose erkrankte männliche und weibliche Patient:innen (RRMS, PPMS, SPMS), und gesunde Proband:innen zwischen 20 und 69 Jahren. Die Studienvisiten finden jährlich in maximal zehn aufeinanderfolgenden Jahren statt.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul  (AG Neuroimmunologie, NCRC)

Publikationen:

Schliesseit, J., F. C. Oertel, G. Cooper, A. U. Brandt, and J. Bellmann-Strobl. "Longitudinal Analysis of Primary and Secondary Factors Related to Fatigue in Multiple Sclerosis." Acta Neurol Belg (Nov 13 2020). https://dx.doi.org/10.1007/s13760-020-01545-6. Link