CASTRO-B-Studie: Selektive Abreicherung des C-reaktiven Proteins (CRP) mittels therapeutischer Apherese (CRP-Apherese) beim Schlaganfall

Bei akutem Schlaganfall kommt es bei vielen Patient:innen zu einer kurzzeitigen Erhöhung der C-reaktive Protein (CRP)-Konzentration im Blut. Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Verlauf der Erkrankung unter anderem mit der im Blut vorhandenen Menge an CRP zusammenhängt. So führen höhere CRP-Spiegel zu größeren Infarkten und damit auch zu möglichen Einschränkungen der Lebensqualität. In den meisten Fällen haben Patient:innen mit niedrigeren CRP-Spiegeln im Blut eine bessere Prognose als diejenigen mit hohen Konzentrationen.
 
Ziel der Studie ist es festzustellen, ob durch das teilweise Entfernen des CRPs mit Hilfe einer Blutwäsche die Größe des Infarktareals nach einem Schlaganfall verringert und dadurch die Lebensqualität und geistige Leistung positiv beeinflusst werden können. Hierfür sollen 20 Schlaganfallpatient:innen behandelt und untersucht werden.
Bei der geplanten Blutwäsche, auch therapeutische Apherese genannt, wird das CRP gezielt aus dem Blut entfernt. Dies geschieht außerhalb des Körpers – mit Hilfe einer Apherese-Maschine (Ad-sorber PentraSorb® CRP). Das „gereinigte“ Blut wird anschließend wieder in den Körper zurückgeführt.
Für die Blutwäsche kommt mit dem Adsorber PentraSorb® CRP ein Medizinprodukt zum Einsatz, welches bereits in mehreren klinischen Studien u.a. nach akutem Herzinfarkt eingesetzt wurde.
Neben der Blutwäsche wird eine Blutentnahme, zwei Magnetresonanztomographien (MRT) sowie Befragungen zum Befinden, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität durchgeführt.

In Kooperation mit der Firma Pentracor GmbH.

Studienleitung: Prof. Dr. med. Andreas Meisel