Auswahl abgeschlossener Studien

Studien zur Multiplen Sklerose

NK-Zellen-Studie: Untersuchung der Natürlichen Killer (NK-) Zellen unter Fingolimod-Behandlung

Ziel dieser Studie ist es, die Effekte auf bestimmte Blutzellen, wie die so genannten natürlichen Killer (NK)-Zellen im Verlauf einer Therapie mit Fingolimod (Handelsname: Gilenya®) bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS), zu untersuchen.

Die Wirksamkeit dieses Medikaments wurde in der Behandlung der MS in mehreren Studien gut belegt. Trotzdem ist im Detail noch unklar, wie genau das Medikament das Immunsystem von MS-Patienten beeinflusst. NK-Zellen sind unerlässlich bei der Bekämpfung von Infektionen. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass NK-Zellen auch eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems im Allgemeinen und insbesondere auch bei Autoimmunerkrankungen wie der MS spielen. Daher ist es sehr wichtig zu verstehen, wie Fingolimod/Gilenya® auf die NK-Zellen wirkt.

An der Studie können sowohl männliche als auch weibliche Patienten mit schubförmiger MS im Alter von 18 bis 65 Jahren teilnehmen, bei denen eine medizinische Notwendigkeit für eine Behandlung mit Fingolimod/Gilenya® besteht.

Die Studiendauer beträgt 12 Monate, in denen 6 Visiten stattfinden. Die Therapie mit Fingolimod/Gilenya® wird im Anschluss an die Studie fortgesetzt.

Studienleitung: Dr. Jan Dörr (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

Laufzeit der Studie: 09/2013 - 08/2018

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01790269)

 

DENIM-Studie: Depression bei Multipler Sklerose

Depressionen treten oft in Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen auf. Insbesondere Krankheiten wie die Multiple Sklerose, die durch eine Aktivierung des Immunsystems gekennzeichnet sind, gehen oft mit Depressionen einher. Dies spricht für eine zumindest zum Teil biologisch vermittelte Ursache dieser Symptome. Welche biologischen Mechanismen hierbei eine Rolle spielen könnten ist allerdings weitgehend unbekannt.

In der aktuellen Studie wollen wir die Zusammenhänge zwischen Veränderungen im Immunsystem und dem Auftreten von Depressionen bei Patient/innen mit MS besser verstehen.

Dafür benötigen wir die Teilnahme von Patient/innen mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose mit und ohne Depressionen, sowie gesunden Vergleichspersonen.

Die Studie besteht aus einer einmaligen Blutentnahme, einer neurologischen Untersuchung sowie eines Interviews, in dem das psychische Wohlbefinden erfragt wird. Es werden keinerlei Medikamente verabreicht. Die Studienuntersuchungen dauern etwa 3,5 Stunden (vormittags). Für Ihre Teilnahme erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung.

Kontakt: Aline Tänzer aline.taenzer@charite.de

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC) und Prof. Dr. Stefan Gold (Klinik für Psychiatrie, CBF)

Laufzeit der Studie: 11/2015 - 06/2017

 

MS Emotion-Studie: Emotionale Prozesse bei Patienten mit Multipler Sklerose / Klinisch Isoliertem Syndrom

Die Multiple Sklerose (MS) kann sich auch in Form unterschiedlicher neuropsychologischer und psychiatrischer Symptome manifestieren. Vorläufige Studienergebnisse deuten darauf in, dass die Fähigkeit zur Verarbeitung emotionaler Informationen (engl.: emotional processing) bei Patienten mit MS eingeschränkt sein könnte. Die angemessene Verarbeitung emotionaler Information ist essentiell für verbale und non-verbale Interaktionen und stellt möglicherweise eine wesentliche Determinante des Wohlbefindens und der Lebenszufriedenheit dar.

Diese prospektive, cross-sektionale, nicht-interventionelle Studie mit neuropsychologischen Tests und Untersuchungen mittels funktioneller  Magnetresonanztomographie (fMRT) verfolgt das Ziel, emotionale Prozesse bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) bzw. Klinisch Isoliertem Syndrom (CIS), die bereits an der CIS-Studie teilnehmen im Vergleich zu gesunden Kontrollprobanden mit Blick auf die Lebensqualität - und zufriedenheit zu untersuchen. Die Studie umfasst für jede/n Teilnehmer/in eine Studienvisite von ca. zwei Stunden Dauer, für die eine Aufwandsentschädigung gewährt wird.

In unterschiedlichen Experimenten wird die Modulation kognitiver und motorischer Reaktionen durch visuelle emotionale Information sowie die Diskriminationsfähigkeit für visuelle emotionale Stimuli untersucht. Begleitend werden funktionale Konnektivität und mittels fMRT Aktivierungen emotionsverarbeitender Hirnareale (medialer and ventro-lateraler präfrontaler Kortex und Amygdala) gemessen. 

Ein besseres Verständnis affektiv-emotionaler Fähigkeiten von MS-Patienten könnte nicht nur zu einer Verbesserung der klinischen Versorgung und Behandlung führen, sondern möglicherweise auch zur Identifikation von Zielkriterien bei der Testung klinischer und sub-klinischer Effekte symptomatischer und krankheitsmodifizierender MS-Therapien. 

Kontakt: Dr. Hagen Kunte  hagen.kunte@charite.de

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC) und PD Dr. Thomas Hälbig (Gastwissenschaftler,  AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

Laufzeit der Studie: 02/2016 - 12/2016

 

EVIDIMS-Studie: Vitamin D bei Multipler Sklerose

In dieser Studie untersuchen wir, ob die regelmäßige hochdosierte Einnahme von Vitamin D den klinischen Verlauf sowie verschiedene MRT-Parameter bei Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenannte klinisch isoliertem Syndrom positiv beeinflusst. Eine Vielzahl von Untersuchungen deutet darauf hin, dass der Blutspiegel von Vitamin D sowohl das Erkrankungsrisiko als auch den Verlauf einer Multiplen Sklerose (MS) beeinflussen kann. Es ist jedoch noch unklar, ob dies auch für die Einnahme von Vitamin D zutrifft. Eine Besonderheit dieser Studie ist, dass, im Gegensatz zu den häufigeren placebokontrollierte Studien, hier zwei verschiedenen Dosierungen von Vitamin D verglichen werden. Das bedeutet, dass alle Studienteilnehmer Vitamin D erhalten. Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten die seit mindestens drei Monaten eine MS-Behandlung mit Interferon-β1b bekommen. Das Studienmedikament wird alle zwei Tage über 1,5 Jahre oral eingenommen und ist sehr gut verträglich .  Die Behandlung mit Interferon-β wird während der Studie fortgeführt. Auch bei dieser Studie werden die Patienten regelmäßig in der Studienambulanz gesehen und untersucht.

Studienleitung: Dr. Jan Dörr (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

Laufzeit der Studie: 01/2012 - 06/2017

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01440062)

Publikation:
Dorr, J., S. Ohlraun, H. Skarabis, and F. Paul. "Efficacy of Vitamin D Supplementation in Multiple Sclerosis (Evidims Trial): Study Protocol for a Randomized Controlled Trial." Trials 13 (Feb 08 2012): 15. http://dx.doi.org/10.1186/1745-6215-13-15. Link

 

MS-EPOXI: Einfluss von Höhentraining auf Immunfunktion und Stoffwechselleistungen bei Patienten mit Multipler Sklerose

In einer gemeinsamen Studie mit dem Experimental & Clinical Research Center (ECRC) am Campus Buch untersuchen wir, inwiefern ein simulierter Aufenthalt in der Höhe (2500 m N.N.) das subjektive Befinden und die körperliche Leistungsfähigkeit in Ruhe oder während moderater Trainingsbelastung beeinflusst.

Insbesondere wollen wir herausfinden, welchen Einfluss der verminderte Sauerstoffgehalt der Luft (Hypoxie) in dieser Höhe auf die Funktion Ihres Immunsystems und wichtige Stoffwechselvorgänge hat. Dazu werden Sie sich über insgesamt 4 Wochen dreimal pro Woche für jeweils 1 Stunde in unsere Höhenkammer begeben, in der wir die Sauerstoffkonzentration der Luft verändern können (15 % statt 21 %, vergleichbar mit der Luft in einem Flugzeug). Während dieser Zeit werden Sie sich entweder lediglich in der Höhenkammer aufhalten oder darin zusätzlich ein moderates Laufbandtraining absolvieren.

Vor Beginn und nach Abschluss dieses 4-wöchigen Programms untersuchen wir Ihren Energiestoffwechsel in Ruhe und während körperlicher Aktivität und beurteilen die Leistungsfähigkeit von für den Verlauf und die Therapie der MS bedeutsamen Immunfunktionen.

Teilnehmen können gehfähige Männer und Frauen mit schubförmiger MS, die zwischen 20 und 60 Jahre alt sind und keine schweren, zu behandelnden Begleiterkrankungen aufweisen.

Studienleitung: Prof. Dr. F. Paul (NCRC), Dr. M. Boschmann (ECRC)

 

FAM-Studie: Fatigue bei Multiple Sklerose

Ein Großteil der an Multipler Sklerose erkrankten Patienten leidet unter chronischer Erschöpfung, die auch als Fatigue bezeichnet wird. Bisher gibt es keine erfolgreiche evidenzbasierte Therapie zur Behandlung des Fatigue-Syndroms. In der FAM-Studie sollen zwei nicht medikamentöse Verfahren  -Akupunktur und Achtsamkeitstraining - als Therapiemöglichkeit bei Fatigue untersucht werden.

In die Studie können Patienten aufgenommen werden, bei denen eine Multiple Sklerose diagnostiziert wurde und bei denen seit mindestens 3 Monaten ein Fatigue-Syndrom besteht. Die Teilnehmer sollen zwischen 18 und 65 Jahre alt sein und müssen gehfähig ohne Hilfsmittel sein. Die Therapie der Multiplen Sklerose und des Fatigue-Syndroms darf in den drei Monaten vor Aufnahme in die Studie nicht verändert worden sein. Die Studientermine werden am NCRC in Berlin durchgeführt.

Studienleitung: Prof. Dr. med. Friedemann Paul (AG Neuroimmunologie, NCRC, ECRC) und Prof. Dr. med. Claudia Witt (Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie, Charite - Universitätsmedizin Berlin)

Laufzeit der Studie: 04/2013 - 11/2015

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01864707)

 

MOVING-Studie: Modifizierung des visuellen Outcome nach Optikusneuritis durch Gilenya®

Viele MS-Patienten erleiden zu Beginn oder im Verlauf der MS-Erkrankung eine Sehnervenentzündung, die häufig zu einer dauerhaften Zerstörung von Nervenfasern und -zellen führt. Das neu zugelassene MS-Medikament Gilenya® besitzt neben seiner anti-entzündlichen Wirkung möglicherweise auch neuroprotektive Eigenschaften. In der MOVING-Studie soll untersucht werden, ob sich durch eine frühzeitige Behandlung mit Gilenya® im Vergleich zur Standardbehandlung mit Interferon beta die Zerstörung nervaler Strukturen messbar reduzieren lässt.

Die Studiendauer beträgt sechs Monate. Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenanntem klinisch isoliertem Syndrom, die kürzlich eine Sehnervenentzündung erlitten haben. Es erfolgen regelmäßig Untersuchungen (u.a. MRT, verschiedene Augenuntersuchungen) am Studienzentrum.

Studienleitung: PD Dr. Olaf Hoffmann (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC) in Kooperation mit Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Laufzeit der Studie: 06/2013 - 04/2016

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01647880)

 

REPABO-Studie: Patientenbasierte Messinstrumente bei Multipler Sklerose

Gute Messinstrumente sind notwendig um Nutzen und Schaden von verschiedenen Therapien darzustellen, sei es zur Beschwerdelinderung, sei es um die MS selbst zu beeinflussen. Bislang wird dies einheitlich weltweit nur mit dem EDSS, der Expanded-Disability-Status-Scale gemacht. Ziel dieser Untersuchung soll es sein, patientenbasiert Untersuchungsinstrumente, also vor allem Fragebögen und neue objektive Tests, vor allem einen Ausdauergehtest und eine Prüfung des Sehvermögens zu untersuchen. Es soll untersucht werden, inwiefern diese besser als herkömmliche Instrumente die Aktivität der Erkrankung abbilden können.

Teilnehmen können Patienten mit hoher Krankheitsaktivität wie auch Patienten ohne Schübe und ohne Zunahme der Beeinträchtigung im EDSS innerhalb der letzten 2 Jahre. Alle 3 Monate erfolgt eine Vorstellung bei uns, bei der wir verschiedene Tests und Untersuchungen durchführen werden.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Laufzeit: 01/2012 - 11/2013

 

SUPREMES-Studie: Sunphenon (Epigallocatechin-Gallat) in progressiven Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

Bei der SUPREMES-Studie wird die Wirksamkeit eines Extraktes aus dem Grünen Tee (Epigallocatechin-Gallat, EGCG) auf verschiedene MRT-Parameter, Behinderungsprogression und Hirnleistungsfähigkeit bei MS-Patienten untersucht. Es handelt sich auch hier um eine randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie. Die Studie richtet sich an Patienten mit primär oder sekundär chronisch progredienter MS. Die Laufzeit beträgt zweieinhalb Jahre pro Patient.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Laufzeit der Studie: 11/2008 - 02/2016

 

FLORIMS-Studie

In der FLORIMS-Studie wird untersucht, ob die tägliche Einnahme von Flupirtin bei Patienten mit schubförmig-remittierender MS einen positiven Einfluss auf verschiedene MRT-Parameter hat. Weitere Parameter, die für die Schädigung von Nervenzellen, die Rückfallrate und das Fortschreiten der Behinderung werden ebenfalls bestimmt. Flupirtin ist bereits als Arzneimittel zugelassen, wirkt analgetisch und hat vermutlich neuroprotektive Eigenschaften. Die Studie ist eine multizentrische, randomisierte, Placebo-kontrollierte Doppelblindstudie.

Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten, die mindestens sechs Monate lang eine MS-Behandlung mit Interferon-β1b (Betaferon®) erhalten haben. Die Studienmedikation wird als Kapsel zweimal täglich für ein Jahr eingenommen und in der Regel gut vertragen. Die Behandlung mit Interferon-β wird während der Studie fortgesetzt. Auch in dieser Studie werden die Patienten regelmäßig in der Studienambulanz gesehen und untersucht.

Studiendirektor: Prof. Dr. Friedemann Paul (Arbeitsgruppe Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Laufzeit: 12/2007 - 11/2012

 

TMS-MS-Studie: Repetitive tiefe transkranielle Magnetstimulation bei Fatigue und Depressivität in Multipler Sklerose

Neben Fatigue ist auch Depressivität ein sehr häufiges Symptom der MS, beide sind bislang nicht gut medikamentös behandelbar. In den letzten Jahren wird zunehmend die sogenannte transkranielle Magnetstimulation (TMS) erfolgreich zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Wir überprüfen die Wirkung einer neuartigen TMS-Methode auf Depression und Fatigue bei Patienten mit MS. Diese Studie richtet sich an MS-Patienten mit Fatigue-Syndrom und/oder Depression und ist offen für alle MS-Verlaufsformen.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Laufzeit der Studie: 02/2010 - 12/2011

Publikationen:
Gaede, G., M. Tiede, I. Lorenz, A. U. Brandt, C. Pfueller, J. Dorr, J. Bellmann-Strobl, S. K. Piper, Y. Roth, A. Zangen, S. Schippling, and F. Paul. "Safety and Preliminary Efficacy of Deep Transcranial Magnetic Stimulation in Ms-Related Fatigue." Neurol Neuroimmunol Neuroinflamm 5, no. 1 (Jan 2018): e423. Link

 

TRIOMS-Studie: Behandlung der Multiplen Sklerose mit Wurmeiern des Schweinepeitschenwurms

Vorarbeiten deuten an, dass eine asymptomatische Wurminfektion durch den Schweinepeitschenwurm die Krankheitsaktivität von Autoimmunerkrankungen reduzieren kann. Diesen Ansatz wollen wir in der TRIOMS-Studie bei Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenanntem klinisch isoliertem Syndrom weiter untersuchen. Dazu nimmt eine Gruppe von Studienteilnehmer über ein Jahr regelmäßig eine Flüssigkeit ein, die gereinigte Eizellen des Schweinepeitschenwurms enthält. Eine zweite Gruppe erhält ein identisch aussehendes Placebo-Produkt. Die Wirksamkeit der Behandlung wird in erster Linie mittels Kernspintomographie untersucht. Bisherige Daten legen eine sehr gute Verträglichkeit der Eier nahe.

Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten mit schubförmig-remittierender MS oder sogenanntem klinisch isoliertem Syndrom, bei denen eine Unverträglichkeit oder Unwirksamkeit der standardisierten Therapie mit Interferonen oder Glatirameracetat besteht. Auch bei dieser Studie werden die Patienten regelmäßig in der Studienambulanz gesehen und untersucht.

Studienleitung: Dr. Berit Rosche (Klinik für Neurologie) in Kooperation mit Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Laufzeit der Studie: 09/2012 - 03/2016

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01413243)

 

VISION-Studie: Visuelle Restitutionstherapie nach Optikusneuritis

In dieser Studie untersuchen wir, ob die sogenannte Visuelle Restitutionstherapie (tägliches 30-minütiges häusliches Beüben des erkrankten Auges mit einem PC-basierten Programm) die Sehfähigkeit nach Optikusneuritis (Sehnerventzündung) bessert. Teilnehmen können alle Betroffenen, die in den letzten 6 Monaten vor Einschluss eine akute Optikusneuritis hatten oder eine Sehstörung von einer schon länger zurückliegenden Optikusneuritis zurückbehalten haben. Diese Studie ist offen für alle MS-Verlaufsformen.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

 

SLOAN-Studie: Untersuchung der Eignung von Niedrig-Kontrast SLOAN Sehtafeln als Methode zur Evaluation der Krankheitsprogression bei der Multiplen Sklerose

Bei dieser Studie geht es um eine Verlaufsuntersuchung der Kontrastsehschärfe, die häufig bei MS beeinträchtigt ist. In dieser Studie finden in zwei Jahren drei Visiten mit einer neurologischen Untersuchung, optischer Kohärenztomographie und Untersuchungen mit SLOAN-Kontrasttafeln statt. Diese Studie ist offen für Patienten mit klinisch isoliertem Syndrom, schubförmig-remittierender und sekundär-progressiver MS.

Studienleitung:: Dr. Jan Dörr (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

Laufzeit der Studie: 03/2010 - 11/2013

 

FLIMMERBOX-Studie: Untersuchung der „kritischen Flimmerfrequenz“ als funktioneller Parameter einer retinalen Funktionsstörung bei Patienten mit Multipler Sklerose

Bei dieser Studie geht es um eine Verlaufsuntersuchung der kritischen Flimmerfrequenz (CFF). Die CFF ist die Wiederholungsfrequenz eines blinkenden Lichtsignals, ab der die zeitliche Auflösungsfähigkeit des Auges ausreicht um die einzelnen Lichtsignale zu unterscheiden. Mit anderen Worten beschreibt die CFF die Frequenz, ab der ein Mensch nicht mehr ein kontinuierliches Lichtsignal, sondern ein flimmerndes Signal wahrnimmt. In diesem Forschungsvorhaben soll nun zum einen untersucht werden, ob sich die CFF von MS-Patienten von der CFF bei Gesunden unterscheidet und zum anderen, ob die CFF bei MS-Patienten mit einer messbaren Schädigung von Nervenfasern korreliert. In dieser Studie finden in 1,5 Jahren drei Visiten mit einer neurologischen Untersuchung, optischer Kohärenztomographie und Untersuchungen der CFF statt. Diese Studie ist offen für Patienten mit schubförmig-remittierender MS.

Studienleitung: Dr. Jan Dörr (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC)

Laufzeit der Studie: 10/2011 - 01/2016

 

Studien zum Schlaganfall

GUTSTROKE - Einfluss des Schlaganfalls auf die Zusammensetzung der intestinalen Mikrobiota

Die mikrobielle Kolonisation des Darms (Darmmikrobiota) besteht aus 1013-1014 Mikroorganismen, mit einem Metagenom (Mikrobiom) 100-mal größer als das menschliche. Die metabolischen Kapazitäten der Mikrobiota wurden mit denen der menschlichen Leber verglichen. Vor kurzem wurde eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem Nervensystem und der Darmflora beschrieben. Die Darmflora soll eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und im Verlauf verschiedener Krankheiten des Nervensystems spielen. Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmflora wurden u.a. bei Autismus, Depressionen, Guillain-Barré Syndrom und Multipler Sklerose nachgewiesen. In der letzten Zeit wurde auch ein Zusammenhang zwischen Störungen der Mikrobiota-Zusammensetzung, Arteriosklerose und einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse festgestellt.

In dieser Studie möchten wir untersuchen, ob es nach einem Schlaganfall zu Veränderungen der Darm-Mikrobiota kommt und ob sich die Zusammensetzung der Darm-Mikrobiota von schwer betroffenen Schlaganfallpatienten und von Patienten mit nur kurzzeitigen Durchblutungsstörungen im Gehirn (Transitorische Ischämische Attacke, TIA) unterscheidet. Zusätzlich sollen immunologische Parameter der Patienten analysiert sowie ein möglicher Zusammenhang zwischen eventuellen Schlaganfall-assoziierten Veränderungen der Mikrobiota und Veränderungen in der Immunantwort untersucht werden.

Es handelt sich um eine prospektive Proof-of-concept- und Beobachtungs-Studie.

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie: 06/2014 - 06/2017

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT02008604)

 

Körperliche Fitness bei Patienten mit subakuten Schlaganfall (PHYS-Stroke)

Die Zahl der Patienten nach Schlaganfall, die dauerhaft an Defiziten leiden (auf der Funktions-, Aktivitäts- und Partizipationsebene), steigt in Deutschland ebenso wie weltweit an. Daher sind neue Strategien, die diese Defizite im Rahmen der Rehabilitation verbessern, von größtem Interesse. Körperliche Aktivität, die ein kardiovaskulär wirksames Training vermittelt (aerobes Fitnesstraining), könnte hier eine viel versprechende adjuvante Therapie darstellen. Durch ein solches Training, z. B. mittels einer Laufbandtherapie appliziert, ließe sich neben einer Verbesserung der körperlichen Fitness und der Gehfähigkeit auch die Lernfähigkeit des Gehirns an sich steigern, beispielsweise durch eine aktivitätsinduzierte Freisetzung von Nervenwachstumsfaktoren, mit positiven Auswirkungen auf Sprache und Kognition, Aktivitäten des täglichen Lebens sowie Lebensqualität. Da es aber bisher noch kein allgemein akzeptiertes Vorgehen zu aeroben Fitnesstraining in der subakuten Phase nach Schlaganfall gibt, sind kontrollierte randomisierte Studien dringend erforderlich. Diese Lücke versucht die Phys-Stroke Studie in Verbindung mit, kooperierenden Rehabilitationszentren der Berliner Schlaganfallallianz zu schließen.

Studienleitung: Prof. Dr. med. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie: 11/2013 - 11/2017

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01953549)

 

Management der Schlaganfall-Nachsorge: eine Querschnittstudie zu post-rehabilitativer Behinderung durch Schlaganfall und Patientenbedürfnissen („MAS I“)

Ein Schlaganfall ist nicht nur eine plötzliche lebensbedrohliche Erkrankung, sondern für sehr viele Patienten auch mit dauerhaften Einschränkungen und verschiedenen Komplikationen verbunden. Obwohl es sich beim Schlaganfall um eine sehr häufige Erkrankung handelt, gibt es zum Langzeitverlauf der Erkrankung bislang nur sehr wenige wissenschaftliche Erkenntnisse und Behandlungskonzepte. Wir untersuchen in dieser Beobachtungsstudie unter welchen Einschränkungen die Patienten Monate und Jahre nach einem Schlaganfall leiden, und wie stark diese ausgeprägt sind. Die Studie ist Teil eines mehrstufigen Projektes zur Entwicklung eines integrierten Nachsorge-Modells für Schlaganfall-Patienten über die Phase der Rehabilitation hinaus.

Ansprechpartner: Dr. Benjamin Hotter – benjamin.hotter@charite.de

Hauptverantwortlicher Studienleiter: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Weitere Studienleiter: Ian Wellwood, Ph.D (AG CEHRiS, CSB), Prof. Dr. Jörg Wissel (Mitglied der BSA) 

Laufzeit der Studie: 11/2015 - 12/2015

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT02320994)

Publikation:
Hotter, Benjamin, Inken Padberg, Andrea Liebenau, Petra Knispel, Sabine Heel, Diethard Steube, Jörg Wissel, Ian Wellwood, and Andreas Meisel. "Identifying Unmet Needs in Long-Term Stroke Care Using in-Depth Assessment and the Post-Stroke Checklist – the Managing Aftercare for Stroke (Mas-I) Study." European Stroke Journal 0, no. 0 (2396987318771174. Link

 

ARIMIS-Studie: Autoimmunphänomene nach Schlaganfall

Der Schlaganfall führt kurzzeitig zu einer deutlichen Funktionsunfähigkeit des Immunsystems (schlaganfallinduzierte Immundepression-CIDS). Damit wird die Entstehung von Infektionen (z.B. Lungenentzündungen) begünstigt. Andererseits kann die Zerstörung des Hirngewebes durch den Schlaganfall auch die Entstehung von Autoimmunmechanismen begünstigen. Dabei wendet sich das Immunsystem gehen körpereigenes Gewebe. Wir wollen in dieser Studie zeigen, ob der Schlaganfall zur Entstehung von Autoimmunmechanismen führt und welchen Einfluss  diese auf den klinischen Verlauf nach Schlaganfall haben. Im Rahmen dieser Studie wird Patienten, die einen mittelschweren bis schweren Schlaganfall erlitten haben, direkt nach Einschluss in diese Studie innerhalb von 36 Stunden, nach drei, sieben, 90 und 180 Tagen nach Schlaganfall Blut entnommen und auf immunologische Veränderungen hin untersucht. Des Weiteren werden engmaschige klinische Untersuchungen durchgeführt.

Studienleitung: Dr. Juliane Klehmet (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC Neurologie CCM)

Laufzeit: 03/2009 - 02/2013

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01082783)

Publikation:
Klehmet, J., S. Hoffmann, G. Walter, C. Meisel, and A. Meisel. "Stroke Induces Specific Alteration of T Memory Compartment Controlling Auto-Reactive Cns Antigen-Specific T Cell Responses." J Neurol Sci 368 (Sep 15 2016): 77-83. http://dx.doi.org/10.1016/j.jns.2016.06.039. Link

 

Gehirnstimulationsstudien: Gehirnstimulation und intensives Training in der Rehabilitation chronischer motorischer Paresen und chronischer Aphasie nach Schlaganfall

In diesen Projekten werden Patienten, die nach einem Schlaganfall an einer Lähmung (motorischer Parese) bzw. an einer Sprachstörung (Aphasie) leiden, mittels eines intensiven physiotherapeutischen Trainings sowie einer Kombination von physiotherapeutischem Training und transkranieller Gleichstromstimulation bzw. mittels eines hochintensiven individuell angepassten Benenntrainings sowie einer Kombination aus intensivem Benenntraining und transkranieller Gleichstromstimulation untersucht. Gleichzeitig werden die zugrunde liegenden Mechanismen mittels struktureller und funktioneller Bildgebung (sowie Einzelpuls-TMS (Transkranieller Magnetstimulation)) erfasst.

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Laufzeit: 05/2012 - 02/2015

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01221779)

Publikation:
Breitenstein, C., T. Grewe, A. Floel, W. Ziegler, L. Springer, P. Martus, W. Huber, K. Willmes, E. B. Ringelstein, K. G. Haeusler, S. Abel, R. Glindemann, F. Domahs, F. Regenbrecht, K. J. Schlenck, M. Thomas, H. Obrig, E. de Langen, R. Rocker, F. Wigbers, C. Ruhmkorf, I. Hempen, J. List, A. Baumgaertner, and Fcet Ec study group. "Intensive Speech and Language Therapy in Patients with Chronic Aphasia after Stroke: A Randomised, Open-Label, Blinded-Endpoint, Controlled Trial in a Health-Care Setting." Lancet 389, no. 10078 (Apr 15 2017): 1528-38. http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(17)30067-3. Link

 

KMS-1-Studie: Verwendung eines Kreismonitors für die Diagnostik von Neglect-Symptomatik

Der Neglect ist ein häufiges Syndrom nach einem Schlaganfall. Patienten mit Neglect nehmen Reize, die im Raum kontralateral zur geschädigten Hirnhälfte dargeboten werden, nicht mehr wahr. Im Alltag führt dies zu schwerwiegenden Einschränkungen. Zudem ist das Auftreten eines Neglects ein negativer Prädiktor für die zu erwartende Erholung des Patienten.

Neben der Beobachtung des spontanen Verhaltens werden zur Diagnostik des Neglects derzeit vor allem Such- und Durchstreichaufgaben auf Papier (“paper-and-pencil“ Tests) eingesetzt. Diese Tests haben den Nachteil, dass sie nur einen kleinen räumlichen Ausschnitt prüfen können. Im Rahmen dieser Studie werden neue diagnostische Möglichkeiten bei Neglect an einem Kreismonitorsystem erprobt. Das System besteht aus Touchscreens, auf denen Aufgaben präsentiert und gelöst werden können. Wir hoffen, dass durch die Testung in diesem System die Genauigkeit der Diagnostik erhöht werden kann, da es ein deutlich größeres Suchfeld prüft.

Ziel der Studie ist, auch eine milde Symptomatik zu erfassen, die mit herkömmlichen Tests nicht aufgedeckt werden, aber in komplexen Alltagssituationen relevant sein kann. Dies würde eine zielgerichtete Behandlung betroffener Patienten möglich machen. Langfristig wollen wir mit dieser Technologie auch die Therapie von Neglect-Patienten verbessern, indem alltagsrelevante Aufgaben modelliert werden.

Ansprechpartnerin: Dr. Lena Ulm (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC Neurologie CCM)

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Beteiligte Kooperationspartner: Exzellenzcluster NeuroCure (Prof. York Winter), Median Klinik Berlin-Kladow (Dr. Christian Dohle),  Freie Universität Berlin, Abteilung Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie (Prof. Michael Niedeggen), Berlin Center for Advanced Neuroimaging BCAN sowie Graduiertenschule Berlin School of Mind and Brain (Dr. Daniel S. Margulies).

Publikation:
Ulm, L., D. Wohlrapp, M. Meinzer, R. Steinicke, A. Schatz, P. Denzler, J. Klehmet, C. Dohle, M. Niedeggen, A. Meisel, and Y. Winter. "A Circle-Monitor for Computerised Assessment of Visual Neglect in Peripersonal Space." PLoS One 8, no. 12 (2013): e82892. http://dx.doi.org/10.1371/journal.pone.0082892. Link

 
KMS-2-Studie: Diagnostik von induzierter Neglect-Symptomatik mit Hilfe des Kreismonitorsystems

Der Neglect ist ein häufiges Syndrom nach einem Schlaganfall. Patienten mit Neglect nehmen Reize, die im Raum kontralateral zur geschädigten Hirnhälfte dargeboten werden, nicht mehr wahr. Im Alltag führt dies zu schwerwiegenden Einschränkungen. Zudem ist das Auftreten eines Neglects ein negativer Prädiktor für die zu erwartende Erholung des Patienten.

Neben der Beobachtung des spontanen Verhaltens werden zur Diagnostik des Neglects derzeit vor allem Such- und Durchstreichaufgaben auf Papier (“paper-and-pencil“ Tests) eingesetzt. Diese Tests haben den Nachteil, dass sie nur einen kleinen räumlichen Ausschnitt prüfen können. Mit dem Kreismonitorsystem, das mit Hilfe von Touchscreens zu lösende  Aufgaben präsentiert, konnten wir in der ersten Phase des Projekts (KMS-1 Pilotstudie) die Genauigkeit der Diagnostik erhöhen. So konnten wir auch sehr milde Beschwerden erfassen, die mit herkömmlichen Tests nicht aufgedeckt werden, aber in komplexen Alltagssituationen relevant sein können. Dies macht eine zielgerichtete Behandlung betroffener Patienten möglich. Langfristig wollen wir mit dieser Technologie auch die Therapie von Neglect-Patienten verbessern, indem wir alltagsrelevante Aufgaben in einem virtuellen Umfeld modellieren.

Basierend auf unserer KMS-1 Pilotstudie möchten wir nun gesunde Probanden testen, bei denen eine kurzzeitige Neglectsymptomatik mittels nicht-invasiver elektrischer Hirnstimulation (transkranielle Gleichstromstimulation, tDCS) hervorgerufen wurde. Im Gegensatz zu anderen schlaganfallbedingten Ausfällen, wie Sprachstörungen oder Gesichtsfelddefekten, ist beim Neglect erst unzureichend geklärt,  welche Läsionsorte für die Entstehung der einzelnen Facetten der Symptomatik verantwortlich sind. Grund dafür ist, dass es sich bei Neglectpatienten meist um weit ausgedehnte Läsionen handelt, welche viele Bereiche des Gehirns geschädigt haben. tDCS bietet die Möglichkeit, bestimmte Hirnareale gezielt zu stimulieren und so deren Einfluss auf die Neglect-Symptomatik gezielt zu untersuchen. tDCS ist dabei ohne Risiko und führt zu keinerlei negativen Empfindungen oder anhaltenden kognitiven oder sensorischen Einschränkungen. Ein gezielte Untersuchung der zugrunde liegenden Mechanismen und der beteiligten Struktur-Funktions-Beziehungen beim Neglect würde helfen, die Störung besser zu verstehen und könnte dadurch im weiteren Verlauf die Diagnostik und Therapie der Patienten und somit ihre Rehabilitationschancen positiv beeinflussen.

Ansprechpartner: Dr. Lena Ulm, Dorota Wohlrapp (MS) (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC Neurologie CCM)

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, Neurologie CCM)

Beteiligte Kooperationspartner: Exzellenzcluster NeuroCure (Prof. Dr. Agnes Flöel, Prof. York Winter), Median Klinik Berlin-Kladow (Dr. Christian Dohle),  Freie Universität Berlin, Abteilung Allgemeine Psychologie und Neuropsychologie (Prof. Michael Niedeggen), Berlin Center for Advanced Neuroimaging BCAN sowie Graduiertenschule Berlin School of Mind and Brain (Dr. Daniel S. Margulies).

 

PREDICT-Studie: Vorhersage Schlaganfall-assoziierter Pneumonien

PREDICT ist eine Beobachtungsstudie zur Vorhersagekraft klinischer Parameter und Biomarker hinsichtlich Schlaganfall-assoziierter Pneumonien. Damit soll eine gezielte Prävention dieser lebensbedrohlichen Komplikation bei Schlaganfallpatienten ermöglicht werden.

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie: 02/2010 - 04/2013

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01079728)

Publikation:
Hoffmann, S., H. Harms, L. Ulm, D. G. Nabavi, B. M. Mackert, I. Schmehl, G. J. Jungehulsing, J. Montaner, A. Bustamante, M. Hermans, F. Hamilton, J. Gohler, U. Malzahn, C. Malsch, P. U. Heuschmann, C. Meisel, A. Meisel, and Predict Investigators. "Stroke-Induced Immunodepression and Dysphagia Independently Predict Stroke-Associated Pneumonia - the Predict Study." J Cereb Blood Flow Metab  (Jan 01 2016): 271678X16671964. http://dx.doi.org/10.1177/0271678X16671964. Link

 
STRAWINSKI-Studie: Ein ungünstiges Outcome nach Schlaganfall ist mit nosokomialen Infektionen assoziiert: PCTus-gesteuerte antibakterielle Therapie bei Patienten mit schwerem ischämischem Schlaganfall

Die Entwicklung von Schlaganfall-assoziierten Infektionen hat einen negativen Einfluss auf das Outcome, d.h. den Krankheitsverlauf nach Schlaganfall. Eine durch Biomarker ermöglichte frühe Identifikation von Hochrisikopatienten könnte über den frühzeitigen Beginn einer antibiotischen Therapie zu einer Verbesserung des Outcomes nach Schlaganfall beitragen. Mit dieser Studie möchten wir untersuchen, ob ein intensives Infektionsmonitoring mittels Procalcitonin ultrasensitiv (PCTus) nicht nur eine frühe und gezielte standardisierte Behandlung mit Antibiotika erlaubt,  sondern auch das funktionelle Outcome nach einem Schlaganfall - im Vergleich zu einer auf den aktuellen Leitlinien basierenden Standard-Therapie - verbessern kann.

Es handelt sich um eine multizentrische, randomisierte, doppelblinde Studie.

Studienleitung: Prof. Dr. Andreas Meisel (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie: 12/2010 - 2014

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01264549)

Publikation:
Ulm, L., S. Hoffmann, D. Nabavi, M. Hermans, B. M. Mackert, F. Hamilton, I. Schmehl, G. J. Jungehuelsing, J. Montaner, A. Bustamante, M. Katan, A. Hartmann, S. Ebmeyer, C. Dinter, J. C. Wiemer, S. Hertel, C. Meisel, S. D. Anker, and A. Meisel. "The Randomized Controlled Strawinski Trial: Procalcitonin-Guided Antibiotic Therapy after Stroke." Front Neurol 8 (2017): 153. Link

Ulm, L., S. Ohlraun, H. Harms, S. Hoffmann, J. Klehmet, S. Ebmeyer, O. Hartmann, C. Meisel, S. D. Anker, and A. Meisel. "Stroke Adverse Outcome Is Associated with Nosocomial Infections (Strawinski): Procalcitonin Ultrasensitive-Guided Antibacterial Therapy in Severe Ischaemic Stroke Patients - Rationale and Protocol for a Randomized Controlled Trial." Int J Stroke 8, no. 7 (Oct 2013): 598-603. http://dx.doi.org/10.1111/j.1747-4949.2012.00858.x. Link

Hotter, B., K. Jegzentis, J. Steinbrink, W. U. Schmidt, M. Endres, A. Meisel, W. Haverkamp, and G. J. Jungehulsing. "Impact of Selection Criteria on Recruitment in an Interventional Stroke Trial." Cerebrovasc Dis 36, no. 5-6 (2013): 344-50. Link

 

Studien zur Myasthenia gravis

Die Rolle des Thymus bei der Myasthenia gravis

Obwohl die Assoziation zwischen einer Vergrößerung oder einem Tumor des Thymus (Bries) und der autoimmunen Myasthenia gravis schon seit längerem bekannt ist, ist die Frage nach Ursache und Wirkung dieser Verknüpfung nach wie vor ungeklärt. Durch diese Studie erhoffen wir uns neue Erkenntnisse über die Entstehung der Myasthenie und der mit ihr assoziierten Auto-Antikörper-Bildung. Weiterhin möchten wir die Auswirkungen einer Entfernung des Thymus auf das Immunsystem im Rahmen der Myasthenia gravis untersuchen. Dafür untersuchen wir Myasthenie-Patienten mit und ohne Thymus-Tumor und Thymus-Tumor-Patienten ohne Myasthenie vor und nach operativer Entfernung der Thymusdrüse.

Studienleitung: Dr. Siegfried Kohler (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie: 07/2008 - 12/2012

 

Studien zur chronisch-inflammatorisch demyelinisierenden Polyneuropathie CIPD

Mechanismen der Immunregulation durch IVIG

Diese Studie untersucht die Wirkung von Immunglobulinen (Antikörper) auf zelluläre Bestandteile des Immunsystems. Uns interessiert vor allem, inwieweit sich durch die Gabe von Immunglobulinen die Funktion bestimmter Immunzellen verändert.

Studienleitung: Dr. Juliane Klehmet (AG Zerebrovaskuläre Erkrankungen, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie: 02/2015 - 02/2016

Publikationen:
Klehmet, J., J. Goehler, L. Ulm, S. Kohler, C. Meisel, A. Meisel, and H. Harms. "Effective Treatment with Intravenous Immunoglobulins Reduces Autoreactive T-Cell Response in Patients with Cidp." J Neurol Neurosurg Psychiatry 86, no. 6 (Jun 2015): 686-91. http://dx.doi.org/10.1136/jnnp-2014-307708. Link

Klehmet, J., M. Staudt, L. Ulm, N. Unterwalder, A. Meisel, and C. Meisel. "Circulating Lymphocyte and T Memory Subsets in Glucocorticosteroid Versus Ivig Treated Patients with Cidp." J Neuroimmunol 283 (Jun 15 2015): 17-22. http://dx.doi.org/10.1016/j.jneuroim.2015.03.023. Link

 

Studien zu Entwicklungsstörungen des Nervensystems (z.B. Epilepsie)

CARDIF-Studie: Kohlendioxid zur Behandlung von Fieberkrämpfen

5% aller Kinder erleiden in ihrem Leben mindestens einen Fieberkrampf. 30% dieser Kinder haben wiederholte oder besonders lang andauernde Fieberkrämpfe, was für die Eltern immer eine sehr bedrohliche Situation darstellt. Bisherige Standardtherapie ist die rektale Gabe von Diazepam bei Anfällen die länger als 3 Minuten dauern. Diese Substanz hat einen ruhigstellenden (sedierenden) Effekt, wirkt leider nicht immer und in der Regel schlafen die Kinder nach Anwendung für den Rest des Tages oder sind zumindest benommen.

In Voruntersuchungen konnte gezeigt werden, dass das Einatmen von einer erhöhten Kohlendioxid-Konzentration Fieberkrämpfe schnell beenden kann. Dies möchten wir nun in einer randomisierten, placebokontrollierten, doppelblinden größeren Studie mit der Anwendung von Carbogen, einer Gasmischung bestehend aus 5% Kohlendioxid und 95% Sauerstoff, bestätigen. Alle bisherigen Daten weisen eine sehr hohe Sicherheit von Carbogen nach. Die Gabe des Kohlendioxids erfolgt über eine Niedrigdruck-Dose (ähnlich einer Spraydose), die eine Gasmischung aus 5% Kohlendioxid und  95% Sauerstoff enthält. Teilnehmende Patienten erhalten diese Dosen zur Anwendung mit nach Hause.

Studienleitung: Prof. Dr. Markus Schülke-Gerstenfeld (AG Entwicklungsstörungen des Nervensystems, NCRC, Pädiatrie CVK)

Laufzeit der Studie: 2012 - 06/2015

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01370044)

Publikation:
Ohlraun, S., T. Wollersheim, C. Weiss, P. Martus, S. Weber-Carstens, D. Schmitz, and M. Schuelke. "Carbon Dioxide for the Treatment of Febrile Seizures: Rationale, Feasibility, and Design of the Cardif-Study." J Transl Med 11 (Jun 27 2013): 157. http://dx.doi.org/10.1186/1479-5876-11-157. Link

Studien zu leichten Gedächtniseinschränkungen und zur Alzheimer Demenz

Lifestyle-Studien: Einfluss von Lebensstilfaktoren auf das Gehirn

Bisherige Daten lassen vermuten, dass ein gesunder Lebensstil dazu beitragen kann, das Risiko von altersabhängigen Erkrankungen zu verringern. Neben Rauchgewohnheiten, Alkoholkonsum, Gewicht und sozialer Interaktion werden körperlicher Aktivität und der Ernährung eine besondere Bedeutung zugeschrieben. Der direkte Einfluss dieser Faktoren auf die Kognition beim Menschen ist jedoch noch unklar, ebenso wie die zugrunde liegenden Mechanismen.

Die Arbeitsgruppe untersucht in verschiedenen Interventionsstudien (Projekt 1: Gehirnverbesserung durch diätische Maßnahmen bei älteren Menschen; Projekt 2: Gehirnverbesserung durch Kombination von diätischen Maßnahmen, Sport und kognitiver Stimulation bei Menschen mit bestehender leichter Gedächtniseinschränkung (sog. Mild Cognitive Impairment, MCI) den Einfluss von Sport und gesunder Ernährung (u.a. Kalorienrestriktion, Omega-3 Fettsäuren) auf das alternde Gehirn. Dabei werden neuropsychologische Testverfahren, Analyse peripherer Biomarker im Blut, und bildgebende Verfahren wie strukturelle und funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) eingesetzt.

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie (Projekt 2): 07/2013 - 05/2014

Publikation:
Bohlken, J., T. Kobe, L. M. Dietz, M. A. Rapp, T. Kohlmann, and A. Floel. "[Differences in Attitudes of Patients with Mild Cognitive Impairment Towards Early Diagnosis at a University Clinic and a Specialist Physician's Office]." Fortschr Neurol Psychiatr 83, no. 10 (Oct 2015): 563-7. http://dx.doi.org/10.1055/s-0041-108097. Link

 

LESO-Studie: Mechanismen tDCS-induzierter Lernverbesserung – Die Rolle von Serotonin

Die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist ein Verfahren zur Steigerung der Lern- und Gedächtnisleistung (z.B. zur Behandlung leichter Beeinträchtigungen in der Gedächtnisleistung). Bei diesem Verfahren wird mit Hilfe eines schwachen Gleichstroms die Erregbarkeit kortikaler Neurone erhöht, so dass sich signifikante (wenn auch geringe und kurzzeitige) Verbesserungen der räumlich-visuellen Lernleistung erreichen lassen (Flöel et al., 2008). Nitsche et al. (2009) konnten zeigen, dass die gleichzeitige Applikation eines selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmers (SSRI) die kortikale Erregbarkeit des Motorkortex durch tDCS verbessert. Ziel dieser Studie ist es daher, bei jungen und älteren gesunden Probanden zu untersuchen, ob die gleichzeitige Gabe eines SSRI die Wirkung von tDCS auf die räumlich-visuelle Lernfähigkeit verstärkt und verlängert.

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit: 04/2014 - 12/2014

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT02092974)

Publikation:
Prehn, K., H. Stengl, U. Grittner, R. Kosiolek, A. Olschlager, A. Weidemann, and A. Floel. "Effects of Anodal Transcranial Direct Current Stimulation and Serotonergic Enhancement on Memory Performance in Young and Older Adults." Neuropsychopharmacology 42, no. 2 (Jan 2017): 551-61. http://dx.doi.org/10.1038/npp.2016.170. Link

 

TRAINSTIM: Verbesserung von Gedächtnisfunktionen bei älteren Erwachsenen durch Training und nicht-invasive Hirnstimulation

In diesem Projekt werden die neuronalen Korrelate und Wirkmechanismen nicht-invasiver elektrischer Stimulation bei älteren Erwachsenen im Renten- sowie im Erwerbsalter untersucht. Darüber hinaus umfasst das Projekt die Untersuchung der Effekte der Hirnstimulation auf das episodische Gedächtnis und deren Unterschiede zwischen den Altersgruppen und zu einer Gruppe junger Erwachsener. Dazu kommen die in-vivo Magnetresonanz (MR)-Spektroskopie, die Messung der funktionellen Ruhekonnektivität sowie strukturellen Konnektivität im MR-Tomographen zum Einsatz. Darauf aufbauend soll ein neues Trainingsparadigma für Arbeits- und episodische Gedächtnisfunktionen entwickelt werden um die Effektivität eines computerbasiertes Gedächtnistraining in Kombination mit der Hirnstimulation im häuslichen Kontext zu überprüfen. Es sollen vor allem langfristige Verbesserungen nicht nur in der trainierten sondern auch darüber hinaus in ähnlichen und anderen Aufgaben sowie in validierten Fragebogen zu Alltagsgedächtnisfunktionen erzielt werden. 

Studienleitung: Prof. Dr. med. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit:

  • Trainstim 1: 10/2015 - 12/2016
  • Trainstim 2: 03/2016 - 01/2017

Link zur Studie bei:

Publikationen:
Antonenko, D., T. Nierhaus, M. Meinzer, K. Prehn, A. Thielscher, B. Ittermann, and A. Floel. "Age-Dependent Effects of Brain Stimulation on Network Centrality." Neuroimage (Apr 18 2018). Link

Antonenko, D., F. Schubert, F. Bohm, B. Ittermann, S. Aydin, D. Hayek, U. Grittner, and A. Floel. "Tdcs-Induced Modulation of Gaba Levels and Resting-State Functional Connectivity in Older Adults." J Neurosci 37, no. 15 (Apr 12 2017): 4065-73. http://dx.doi.org/10.1523/JNEUROSCI.0079-17.2017. Link

Antonenko, D., M. Faxel, U. Grittner, M. Lavidor, and A. Floel. "Effects of Transcranial Alternating Current Stimulation on Cognitive Functions in Healthy Young and Older Adults." Neural Plast 2016 (2016): 4274127. http://dx.doi.org/10.1155/2016/4274127. Link

 

Kognitive Störungen nach wiederholten Schädelhirntraumata

Schädelhirntraumata sind häufig, insbesondere bei Risikosportarten wie Fußball oder Eishockey. Verschiedene Studien konnten zeigen, dass auch leichte Schädelhirntraumata (Schädelhirntrauma 1. Grades, SHT 1. Grades, Gehirnerschütterung) zu bleibenden kognitiven Defiziten führen können. Darüber hinaus haben Patienten nach SHT 1. Grades ein höheres Risiko an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken. Die genauen Mechanismen sind hier noch unklar. Es werden aber Veränderungen der Aktivität von verschiedenen Botenstoffen im Gehirn angenommen.

PROJEKT 1 untersucht den Einfluss von transkranieller Gleichstromstimulation (tDCS) auf die Aktivität bestimmter Botenstoffe bei jungen Patienten (< 40 Jahre) nach wiederholten SHT 1. Grades. Verschiedene Botenstoffaktivitäten werden vorab mittels nichtinvasiver Methoden (sogenannter transkranieller Magnetstimulation, TMS) bestimmt. Patienten erhalten zudem ausführliche neuropsychologische Testungen und ein MRT des Kopfes. Perspektivisch könnte die tDCS somit helfen, bei Patienten nach SHT 1. Grades veränderte Botenstoffaktivitäten auszugleichen und die Patienten so besser vor Gedächtnisstörungen im Alter zu schützen.

PROJEKT 2 befasst sich mit dem Einfluss von tDCS auf die Aktivität bestimmter Botenstoffe bei älteren Patienten (> 55 Jahre), die ein SHT 1. Grades vor dem 35. Lebensjahr erlitten haben. Wie im Projekt 1 wird die Botenstoffaktivität mittels TMS bestimmt und die Patienten erhalten ein MRT sowie eine ausführliche neuropsychologische Testung. Zusätzlich werden verschiedene Biomarker im Blut bestimmt. Mit Verlaufsuntersuchungen (TMS, MRT, Blutbiomarker) nach einem und nach zwei Jahren wird geprüft, ob diese Marker prädiktiv für eine „beschleunigte“ Neurodegeneration sind.

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit: 2012 - 2014

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01593956)

 

Transkranielle Gleichstromstimulation und intensives kognitives Training bei Patienten mit leichten kognitiven Störungen

In diesem Projekt werden die Wirksamkeit und potentielle Wirkmechanismen eines neuen Behandlungsansatzes bei Patienten mit leichten Beeinträchtigungen in der Gedächtnisleistung untersucht. Der Behandlungsansatz umfasst ein intensives mehrtägiges Training einer visuell-räumlichen Aufgabe und begleitende Hirnstimulation. Strukturelle und funktionelle zerebrale Korrelate der Verhaltensänderungen werden u.a. mittels Magnetresonanztomographie (MRT) erfasst.

Studienleitung: Prof. Dr. med. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit der Studie: 04/2014 - 09/2017

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT02110043)

 

SUNAK-Studie: Sunphenon EGCg (Epigallocatechin-Gallat) im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit

In dieser Studie untersuchen wir, ob die regelmäßige Einnahme des Extraktes aus dem Grünen Tee (Epigallocatechin-Gallat, EGCG) das Voranschreiten der Erkrankung bei Patienten mit Alzheimer-Demenz verlangsamen kann. Es handelt sich um eine multizentrische, randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie. Teilnehmen können männliche und weibliche Patienten mit der Diagnose einer Demenz vom Typ Alzheimer ab einem Alter von 60 Jahren, die sich in einer frühen Krankheitsphase befinden. Das Studienmedikament wird als Kapsel zweimal täglich eingenommen.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC)

Laufzeit der Studie: 10/2009 - 2015

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT00951834)

 

Einfluss von nicht-invasiver Hirnstimulation im Schlaf auf die Gedächtniskonsolidierung

Die förderliche Wirkung von Schlaf auf die Gedächtniskonsolidierung ist bei jungen gesunden Menschen gut untersucht. Erste Ergebnisse zeigen, dass hier die Effekte durch Hirnstimulation verstärkt werden können. Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch der Schlaf-Wach-Rhythmus. Die altersbedingten Schlafveränderungen können sich qualitativ und quantitativ von denen bei Personen mit neurodegenerativen Erkrankungen (z.B. Alzheimer-Demenz, Patienten mit leichten kognitiven Störungen (MCI)) unterscheiden. Dabei ist weitestgehend unklar, wie Schlafstörungen die kognitiven Veränderungen (z. B. auf das Gedächtnis) modulieren. In diesem Projekt wird untersucht, ob sich auch bei Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen ein förderlicher Effekt auf die Gedächtniskonsolidierung durch Hirnstimulation im Schlaf (sowohl Nacht- als auch Nachtmittagschlaf) nachweisen lässt.

Kooperationen bestehen unter anderem mit dem Arbeitsbereich Allgemeine und Neurokognitive Psychologie der Freien Universität Berlin (Dr. Sascha Tamm)

Studienleitung: Prof. Dr. med. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, Neurologie CCM)

Laufzeit:

  • Tiefschlaf-MCI-tDCS: 04/2013 - 03/2017
  • NAP-MCI-tDCS: 04/2013 - 03/2017

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01782391)

Publikationen:
Ladenbauer, J., J. Ladenbauer, N. Kulzow, R. de Boor, E. Avramova, U. Grittner, and A. Floel. "Promoting Sleep Oscillations and Their Functional Coupling by Transcranial Stimulation Enhances Memory Consolidation in Mild Cognitive Impairment." J Neurosci 37, no. 30 (Jul 26 2017): 7111-24. http://dx.doi.org/10.1523/JNEUROSCI.0260-17.2017. Link

Ladenbauer, J., N. Kulzow, S. Passmann, D. Antonenko, U. Grittner, S. Tamm, and A. Floel. "Brain Stimulation During an Afternoon Nap Boosts Slow Oscillatory Activity and Memory Consolidation in Older Adults." Neuroimage 142 (Nov 15 2016): 311-23. http://dx.doi.org/10.1016/j.neuroimage.2016.06.057. Link

 

GEST: Verbesserung der Integration von Gesten und semantischer Information mittels nicht-invasiver Hirnstimulation

Das Verständnis von Handlungen basiert auf der semantischen Information oder auf der Beobachtung von Gesten welches das motorische System involviert. Das Ziel des Projektes ist zu prüfen, ob durch die Anregung des motorischen Systems die Integration von Gesten und semantischer Information verbessert werden kann. Dazu wird eine definierte Hirnregion (linke sensormotorischen Kortex; M1) mit Hilfe der nicht-invasiven elektrischen Hirnstimulation stimuliert, d.h. ein schwacher Gleichstrom auf die Kopfoberfläche appliziert, um deren Effekt auf die Integration von Gesten und semantischer Information zu evaluieren. Um die Spezifizität der Effekte beurteilen zu können, wird auch die Leistung in Kontrollaufgaben erhoben.

Studienleitung: Prof. Dr. med. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, Neurologie CCM)

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT03094520)

Gemeinschaftsprojekt mit Prof. Lavidor Michal, Bar Ilan University, Israel

Gefördert durch die Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF)

 

Studien zu gestörter Glukose-Toleranz

Glukose-Toleranz-Studie: Training - Vorteilhaft für Gefäße und Nervenzellen?

Bisherige Daten legen nahe, dass Sport positive Effekte auf die hirnversorgenden Gefäße hat. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass Sport eine bestehende pathologische Glukosetoleranz (PGT) bzw. einen Diabetes mellitus verbessern kann, sogar ohne eine begleitende Gewichtsabnahme.

In dieser monozentrischen, prospektiven, einfachblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie soll der Effektes von „Nordic Walking“ auf die Gedächtnisleistung und auf vaskuläre Funktionen bei älteren Personen untersucht werden. Unsere Ergebnisse werden es erlauben, spezifische Sportinterventionen für diese Gruppe älterer Menschen zu entwickeln, eventuell sogar pharmazeutische „Sport-Mimetika“ (z. B. neurotrophe Faktoren, die injiziert werden können).

Studienleitung: Prof. Dr. Agnes Flöel (AG Kognitive Neurologie, NCRC, CSB, Neurologie CCM)

Laufzeit: 01/2011 - 01/2015

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01219231)

Publikation:
Prehn, K., A. Lesemann, G. Krey, A. V. Witte, T. Kobe, U. Grittner, and A. Floel. "Using Resting-State Fmri to Assess the Effect of Aerobic Exercise on Functional Connectivity of the Dlpfc in Older Overweight Adults." Brain Cogn (Aug 23 2017). http://dx.doi.org/10.1016/j.bandc.2017.08.006. Link

 

Studien zur Muskeldystrophie Duchenne:

SUNIMUD-Studie: Sunphenon EGCg (Epigallocatechin-Gallat) in der Muskeldystrophie vom Typ Duchenne

In dieser Studie, die in enger Zusammenarbeit mit dem SPZ Neuropädiatrie am Charité-Campus Virchow Klinikum und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der DRK Kliniken Berlin Westend durchgeführt wird, untersuchen wir, ob die regelmäßige Einnahme des Extraktes aus dem Grünen Tee (Epigallocatechin-Gallat, EGCG) das Voranschreiten der Behinderung bei Patienten mit der Muskeldystrophie Duchenne positiv beeinflusst. Es handelt sich um eine multizentrische randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie. Teilnehmen können männliche Patienten mit der Diagnose einer Muskeldystrophie Duchenne ab einem Alter von fünf Jahren. Das Studienmedikament wird als Kapsel zweimal täglich eingenommen.

Studienleitung: Prof. Dr. Friedemann Paul (AG Klinische Neuroimmunologie, NCRC, ECRC), Dr. Ulrike Grieben (SPZ, Pädiatrie)

Laufzeit der Studie: 12/2010 - 09/2018

Link zur Studie bei clinicaltrials.gov (NCT01183767)