Neue Ausstellung „Versäumte Bilder – Missed Images“

04.03.2026

Frauen in der Wissenschaft waren und sind häufig anderen Hürden und Barrieren ausgesetzt als ihre männlichen Kollegen. Weltweit ist nur jede dritte Person in der Wissenschaft eine Frau, in Deutschland sind Frauen in wissenschaftlichen Leitungspositionen noch immer unterrepräsentiert.

Neue Ausstellung „Versäumte Bilder – Missed Images“

Die Ausstellung stellt herausragende Ärztinnen und Forscherinnen der Charité bildlich vor: In ihren Fachgebieten waren sie alle Pionierinnen und haben mit ihrer Arbeit Einfluss genommen – dennoch bekommen sie bislang nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie ihre männlichen Kollegen. Mit diesem Projekt möchte die Charité acht ausgewählten Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen visuelle Anerkennung verleihen, ihre Geschichten erzählen und ihnen eine späte, verdiente Ehrung zukommen lassen.

Wissenschaftlerinnen sichtbar machen

Mithilfe von Archivmaterialien der Charité hat Gesine Born, Leiterin und Gründerin des Bilderinstituts, KI-generierte Bilder erstellt. Mit den Darstellungen lotet sie ebenso die Möglichkeiten und Grenzen der KI aus. Alle Eingaben werden mit veröffentlicht und machen auch den Entstehungsprozess transparent. Denn: Bei der Entwicklung der Portraits hat Gesine Born systematisch gegen algorithmische Vorurteile „angepromptet“, die Frauen zumeist zu gefällig und zu jung generieren.

[AI] Helenefriederike Stelzner, generiert mit midjourney von Gesine Born | Bilderinstitut. Ausstellungsprojekt „Versäumte Bilder“ an der Charité ab 26.02.2026

„Versäumte Bilder – Missed Images“ wurde heute im Rahel Hirsch Center (Luisenstr. 65, 10117 Berlin) eröffnet und ist dort noch bis Donnerstag, den 26. März sowie danach für weitere vier Wochen im Foyer des CharitéCrossOver (Virchowweg 6, 10117 Berlin) zu sehen. Anschließend gehen die einzelnen Porträts in die unterschiedlichen Fachbereiche, um junge Forscherinnen zu ermutigen und in ihrem persönlichen Erfolg zu stärken.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Dr. Christine Kurmeyer, Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Charité; Karin Höhne, Leiterin der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität des BIH; Kristina Helena Pavićević, Koordinatorin des BIOQIC-Graduiertenkollegs GRK2260; des SFB1315, des Exzellenzclusters NeuroCure und des SFB1588.

Women in science have often faced, and continue to face, different hurdles and barriers than their male colleagues. Worldwide, only one in three people in science is a woman, and in Germany women are still underrepresented in academic leadership positions.

New exhibition “Versäumte Bilder – Missed Images”

The exhibition visually presents outstanding female physicians and researchers of the Charité: in their respective fields, they were all pioneers and made a significant impact through their work – yet they have not received the same level of attention as their male colleagues. With this project, the Charité aims to grant visual recognition to eight selected female physicians and scientists, to tell their stories, and to provide them with long-overdue and well-deserved recognition.

Making women scientists visible

Using archival materials from the Charité, Gesine Born, director and founder of the Bilderinstitut, created AI-generated images. Through these representations, she also explores the possibilities and limitations of AI. All prompts are published and make the creation process transparent. Because: in developing the portraits, Gesine Born systematically “counter-prompted” algorithmic biases that tend to generate women as overly pleasing and too young.

Quelle: Pressemitteilung der Charité

 

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