Translationale Module

NCRC-BrainLab

Das NeuroCure klinische Forschungszentrum (NCRC) ist eine seit 2008 fest etablierte Einrichtung des Clusters und wird in Zukunft durch das NCRC-BrainLab-Modul erweitert.

Bisher beschränkte sich die Forschung im NCRC hauptsächlich auf die stabile und chronische Phase neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen. Für das Verständnis der Krankheitsmechanismen und die Entwicklung wirksamer Therapien ist jedoch auch der Zugang zu Patient*innen in der hyperakuten und oft instabilen Phase der Erkrankung wichtig. Dies schließt Präklinik und Notaufnahme ein, sowie Forschungsprogramme auf der Neurointensivstation und im Operationssaal.

Das NCRC-BrainLab setzt hier an und ermöglicht Forschung in all diesen Bereichen. Es vernetzt die Forscher*innen und modernste Infrastruktur wie z.B.

  • intraoperative Bildgebung (Hybrid-OP)
  • Data Warehouse für Neurointensiv-Monitoring
  • interdisziplinäre Notfall-Unit mit Hirn-Magnetresonanztomographie (MRI) vor Ort und Computertomographie (CT)-Bildgebung
  • neuropathologische Gewebebank
  • stereotaktische Verfahren zur tiefen Hirnstimulation
  • in vivo elektrophysiologische Aufzeichnung

Klinische Forscher*innen bekommen nach strengen wissenschaftlichen und ethischen Standards Zugang zu humanen klinischen Daten und Proben, die bisher so für die Grundlagenforschung nicht zugänglich waren – so ermöglicht NeuroCure translationale klinische Forschung auf einem völlig neuen Niveau.

Im Rahmen des NCRC-BrainLabs werden folgende Projekte durchgeführt (Link).

NCRC-BrainLab "Breakout-Session"

 

SPARK Berlin

Aufgrund hoher Entwicklungskosten und des Fehlens von Schutz des geistigen Eigentums schaffen es viele Erfindungen in den Biowissenschaften nicht in die klinische Praxis.

Um diese Hürde – insbesondere bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen – zu überwinden, arbeitet NeuroCure mit dem sehr erfolgreichen SPARK-Berlin-Programm zusammen. Das Programm wurde 2014 von den NeuroCure Mitgliedern Craig Garner und Ulrich Dirnagl ins Leben gerufen.

SPARK-Berlin soll die Übertragung von Forschungsergebnissen in die konkrete Entwicklung von Diagnoseverfahren und neuen Wirkstoffen vorantreiben.

Das Programm, ursprünglich an der Stanford University (USA) entwickelt, hilft Wissenschaftler*innen ihr Forschungsprojekt in die Anwendung zu bringen.

Innerhalb von NeuroCure wird eine SPARK-Arbeitsgruppe etabliert, die NeuroCure-Wissenschaftler*innen zu Projekten mit Potenzial für klinisch relevante neurowissenschaftliche Therapien, Diagnosen und Geräten berät und unterstützt.

 

VOS-Modul

Ergebnisse aus der Grundlagenforschung sind oft vielversprechend im Hinblick auf neue Therapien, aber Patient*innen profitieren nur wenig davon. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.

Jüngste Untersuchungen zeigen, dass u.a. Schwächen in der Planung, Durchführung sowie der Analyse von Studien und (Nicht-)Berichterstattung der Ergebnisse einige Ursachen dafür sind.

Zudem kommt es häufig zu Fehlinterpretationen der Ergebnisse und es mangelt an Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der biomedizinischen Forschung, sowohl präklinisch als auch klinisch.

Ziel des VOS-Moduls ist es, NeuroCure-Wissenschaftler*innen beim Forschungsdatenmanagement zu unterstützen und das Konzept der Open Science zu fördern. Mit dieser Maßnahme möchte NeuroCure zukünftig die Qualität und damit den Nutzen der biomedizinischen Forschung erhöhen.

Im Rahmen des VOS-Moduls wird den Wissenschaftler*innen eine spezielle Beratung und Schulung angeboten, wie sie Transparenz und Standfestigkeit ihrer Ergebnisse aus der Grundlagen- und klinischen Forschung erhöhen können. Die Etablierung des Vos-Moduls findet in enger Zusammenarbeit mit dem QUEST Center for Transforming Biomedical Research statt.